Saatgut & Raritäten

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Nachtschattengewächse

Solanaceae

Freilandtomaten 2008

ein schlechtes Tomatenjahr, viel Niederschläge und kalt, weiter

Lycopersicum esculentum

ABC, Cocktailtomate, Massenträger, noch nicht ganz homogen, es gibt rispige und traubige Typen

Beefsteak, Name nicht ganz gesichert da von Privatperson, Fleischtomate groß, gleichmäßig, wohlschmeckend, ertragreich

Bielo, Fleischtomate, determinant aber ertragreich, leicht gelbe Schulter

Black Ethiopian, , Salattomate, beste schwarze Sorte, ertragreich

Black Prince, Salattomate, platzt leicht, aber ertragreich

Bloody Butcher, immer wieder die früheste, Aufnahme am 13.07.08

Bulgarische gelb (orange), mittelgroße Fleischtomate, saftig

Casalino, Salattomate aus Italien, der Name ist eine Eigenkreation da die Sorte eine private Gabe ist, fester Longlifetyp, als Traubentomate erntbar, wahrscheinlich stammt die Sorte von einer Hybriden ab

Purple Calabash, eher Fleischtomate, dünnhäutig, relativ robust

Ciliegino, Fleischtomate, beutelförmig, italienische Sorte

Diamant, Salat- oder Marktomate, ursprünglich eine Hybride von den Philippinen, mittlerweile ziemlich stabil, determinant, ertragreich

Frühstamm, Salattomate, Klassiker, hoher Ertrag, die süddeutsche Freilandtomate

Gelbe Fleisch aus Kasachstan, hoher Ertrag, gleichmäßige Früchte, orangegelb

Kumato, Salattomate, ziemlich dunkle Tomate

Fleischtomate aus Nepal, krautfäuleanfällig

Ochsenherz rot, Fleischtomate, platzfester im Freiland als die scharlachroten

Ovata, Salattomate, aus der gleichnamigen F1-Hybriden entstanden, seit 4 Jahren samenfest, wie die Hybride nur für warme Gegenden oder das Gewächshaus zu empfehlen

Pokusa, polnische Cocktailtomate, übersetzt: Versuchung, ertragreich, platzfest

Polar, Salat- & Kochtomate, determinant, hoher und früher Ertrag über einen kurzen Zeitraum, für kurze Sommer ideal, schmeckt besser als man bei diesen Eigenschaften vermuten könnte

Roter Apfel, Fleischtomate, schöne gleichmäßige Früchte, platzfest, ertragreich, von privat deswegen eigener Sortenname

Stone, Salattomate, viele Früchte mit vielen Kernen

Sundrop, orange Salattomate, ertragreich, von Kokopelli

Tigerella, Salattomate, ziemlich sauer, aber schön und ertragreich

Tschuchloma, Marktomate, ertragreich, lange und schlanke Pflanzen

Variegata, das Laub und die Früchte sind grün-weiß gescheckt, empfindlich

Sorte?, optisch interessant aber empfindlich, braucht ein Dach

Noch einige Worte über Anbau, Sorten, Fotografieren, etc.:

Der Anbau erfolgt nach NATURLAND-Richtlinien, im Freiland. Es werden fast jedes Jahr zwei Reihen mit ca. 60 m Länge angebaut. Bei einem Abstand in der Reihe von 50 cm entspricht das einer Gesamtzahl von ca. 240 Pflanzen. Pro Sorten stehen mindestens 5, höchstens 15 Pflanzen. Der Abstand zwischen den Reihen beträgt 1m und wird mit einer Mulchfolie aus Bändchengewebe ausgelegt. Dies erwärmt den Boden, schützt gegen dreckiges Spritzwasser bei Regen und auch gegen Austrocknung, außerdem kann man auch bei feuchtem Boden gut durchlaufen. Die Auswahl besteht zur Hälfte aus neuen Sorten zum Testen und bewährten Sorten zur Saatgutvermehrung oder zur Auslese.

Gedüngt wird im Jahr des Anbaus garnicht, da eher Probleme durch starken Krankheitsdruck, Schädlinge und Grünkragen entstehen. Der Boden ist eher sauer und hat Kali- und Magnesiummangel. Dies ist teilweise an den Pflanzen erkennbar. Eine Bodenuntersuchung und anschließende Aufdüngung soll dieses Jahr  Besserung verschaffen.

An Pflanzenschutz wird eine punktuelle Läusebekämpfung mit Neudosan durchgeführt. Trotzdem sind immer wieder Virosen zu vermuten. Zur Pflanzenstärkung wird mit Gesteinsmehl gestäubt. Da die Früchte Beläge bekommen macht das nur Sinn bis zur ersten Ernte.

Die Pflanzen werden an einer ca. 1,60m hohen Drahtanlage mit Schnüren aufgebunden und 1 x wöchentlich ausgegeizt. Lange Sorten werden später am Draht entlanggelegt. Zur Bewässerung liegt eine Tröpfchenleitung von T-Tape.

Sortennamen sind leider immer wieder irreführend. Es gibt Tomatensorten die bei vielen Leuten ganz unterschiedlich aussehen. Ebenso gibt offensichtlich gleiche Tomaten die unterschiedliche Namen haben.

Fotografiert wird seit Jahren mit einer Olympus C740 Digitalkamera, die sehr gute Bilder macht. Seit zwei Jahren gibt es zusätzlich eine Panasonic SDR S150 Videokamera die sehr gute Filme, jedoch leider schlechte unscharfe Fotos macht. Die Bildaufbereitung erfolgt mit einem alten Photoshop. Es wird der Tonwert angepasst und geschärft, sodass die tatsächliche Farbe am besten getroffen wird. Jeder der draußen Früchte fotografiert wird wissen wie schwierig es ist Pflanzen und deren Teile realistisch einzufangen.